Quick-Check und Potenzialanalyse: Betrieb arbeitet mit Digital in NRW an digitalen Prozessen

Wie ist der Digitalisierungsstand eines Unternehmens? Der Quick-Check von Digital in NRW gibt Antworten und ermittelt den aktuellen Industrie 4.0-Reifegrad von KMU. Ein Angebot, das die Bandstahl Schulte GmbH aus Hagen als Grundlage für ihre Digitalisierungsmaßnahmen genutzt hat. Nach der Selbsteinschätzung per Online-Fragebogen folgten ein Unternehmensbesuch, eine Potenzialanalyse und die Einführung einer neuen Branchensoftware zur Optimierung der Produktionsplanung und -steuerung.

Chancen der Digitalisierung erkannt

Knapp 500 Fragen. Sechs Themenbereiche und eine umfangreiche Auswertung - der Quick-Check brachte zum Vorschein, was dem Hagener Metallbauunternehmen bereits bewusst war: In Sachen Digitalisierung gibt es in dem Betrieb großes Potenzial. „In vielen Bereichen steht das Unternehmen noch am Anfang“, erklärt auch Markus Witthaut, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Fraunhofer IML und im Projektteam von Digital in NRW. „Viel wichtiger ist aber, dass die Chancen der Digitalisierung von Bandstahl Schulte erkannt wurden und alle Beteiligten bereit sind, den Weg Richtung Industrie 4.0 zu gehen.“

© Bandstahl Schulte GmbH

Potenziale definiert, Ziele formuliert

So war der Quick-Check für Bandstahl Schulte auch nur der erste Schritt. Mit einem Unternehmensbesuch und einer Potenzialanalyse stellte der Mittelständler gemeinsam mit Digital in NRW die Weichen für einen individuellen Digitalisierungsprozess. „Wir haben die Ausgangssituation analysiert, die Vorstellungen des Unternehmens berücksichtigt, Potenziale identifiziert und Ziele formuliert“, erklärt Markus Witthaut das Vorgehen.

Ein Ziel: die Einführung einer mittelstandsgerechten ERP-Lösung für eine transparente, digitale und nicht mehr papierbasierte Produktions- und Prozessplanung. „Auf diese Weise können Geschäftsprozesse in der Auftragsbearbeitung optimiert, die digitale Auslösung von Bestellungen ermöglicht und zum Beispiel auch Anfragen schneller und mit weniger Aufwand bearbeitet werden“, so Markus Witthaut zu den Vorteilen eines neuen Warenwirtschaftssystems mit Planungsfunktion.

Systematische Softwareauswahl

Aufgabe von Digital in NRW war es in erster Linie, die Anforderungen an die neue Software zu strukturieren und eine systematische Auswahl möglicher Tools zusammenzustellen – natürlich immer in enger Abstimmung mit dem Unternehmen selbst. „Wir haben uns kontinuierlich mit den Projektverantwortlichen auf Unternehmensseite ausgetauscht“, erklärt Witthaut. „Schließlich gab es dort auch bestimmte Vorstellungen dazu, was das neue ERP-System leisten muss.“

Mittlerweile ist die passende Software ausgewählt, die Implementierung auf Unternehmensseite für xxxx angesetzt. Eine Investition, durch die Bandstahl Schulte vielen Zielen ein großes Stück näherkommt: Das Unternehmen optimiert die Bestandsplanung, schafft Transparenz in der Auftragsabwicklung, automatisiert die Rechnungskontrolle und reduziert Prozesskosten – und es geht einen ersten großen Schritt auf dem Weg Richtung Industrie 4.0.