Rhein-Nadel Automation GmbH (RNA) setzt auf automatisierte Auftragsverfolgung

Erfolgreiches Transferprojekt von Digital in NRW und dem Aachener Traditionsunternehmen

Bild vergrößern
Sortieranlage mit Schwingförderer von RNA

In den Produktionshallen der Rhein-Nadel Automation GmbH ist alles in Bewegung: Im Sekundentakt laufen tausende Werkstücke über Sortierstrecken und Transportbänder. Kleinste Teile werden mit Hilfe von Vibrationstechnik in die exakte Position gebracht, ausgerichtet, sortiert und in der richtigen Lage zugeführt - teilweise auch mittels Robotern - und alle Teile am Ende beim Kunden zu einem funktionierenden Produkt zusammengeführt. Und auch das Aachener Traditionsunternehmen selbst ist agil und entwickelt sich stetig weiter – insbesondere in Richtung Industrie 4.0. Dabei bekam es jetzt im Rahmen eines Transferprojekts Unterstützung von Digital in NRW.

Digitalisierung im Unternehmen verankert

Die Digitalisierung hat bei RNA einen hohen Stellenwert. Vor sieben Jahren begann das Familienunternehmen mit der Einführung eines neuen EAPSystems, um für mehr Transparenz im Fertigungsprozess zu sorgen. Mittlerweile beschäftigt sich der Hersteller von Zuführ- und Ordnungssystemen auch mit der Etablierung von 3D-Druck und Robotik in der Produktion und arbeitet an einer IoT-Connect-Box zur mobilen Datenerfassung. Noch in diesem Jahr soll zudem die „Automatisierte Verfolgung von Kleinladungsträgern in der Komponentenfertigung“
etabliert werden. Dieser Schritt ist das Ergebnis des gleichnamigen Transferprojekts, das die Rhein-Nadel Automation GmbH gemeinsam mit Digital in NRW erfolgreich abgeschlossen hat.

Mehr Transparenz

Bild vergrößern
Projektziel ist die Verfolgung von Kleinladungsträger per RFID-Chips

„Ziel des Transferprojekts ist die Entwicklung und Etablierung einer automatisierten Auftragsverfolgung“ erklärt Shari Wlecke, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Werkzeugmaschinenlabor und Projektleiterin. Wo befindet sich das notwendige Bauteil in der Zerspanung? Wo sind die einzelnen Komponenten gelagert? Wie können Teile ohne Suchaufwand zur richtigen Zeit an den richtigen Ort gebracht werden? Antworten hierauf soll der Einsatz einer Auto-ID-Technologie geben. Auf diese Weise kann der jeweilige Auftrag lückenlos und in Echtzeit verfolgt werden. „So erhöhen wir die Transparenz, verkürzen die Durchlaufzeiten, können schneller und wirtschaftlicher produzieren“, stellt RNA-Geschäftsführer Christopher Pavel heraus.

Herausforderung Technologieauswahl

Welche Technologie die Voraussetzungen dafür schaffen kann, ermittelte Digital in NRW in einer Anbieterrecherche. Gemeinsam mit RNA wurden die notwendigen Anforderungen zusammengefasst, Dienstleister identifiziert und Technologien geprüft. Möglichkeiten gab es dabei genug – von einer klassischen Erfassung über Barcode-Scanner bis hin zu Bluetooth-Beacons oder RFID-Technologie. „Die Auswahl der richtigen Technologie und der entsprechenden Hersteller war die größte Herausforderung“, erklärt Christopher Pavel. „Da hat uns die Expertise von Digital in NRW enorm geholfen.“ Das Ergebnis: Die Auftragsverfolgung soll in Zukunft mit Hilfe von RFID-Chips erfasst und festgehalten werden. „Aktuell prüfen wir, welche Bereiche wir konkret mit dieser Technologie ausstatten möchten“, so Pavel. Eingesetzt werden soll das System noch in diesem Jahr. „Das ist unser Ziel“, verrät der Geschäftsführer.

Lösungen mit Mehrwert

Bild vergrößern
RNA Geschäftsführer Christopher Pavel

Die Zusammenarbeit mit Digital in NRW hat der Geschäftsführer als „sehr positiv“ empfunden und bereits zuvor auf andere Angebote von „Kompetenz für den Mittelstand“ zurückgegriffen – von dem Besuch von Infoveranstaltungen, über eine Lab-Tour im Werkzeugmaschinenlabor der RWTH bis hin zu Unternehmensbesuch und Workshop. „Der gemeinsame Weg mit RNA zu einem erfolgreich abgeschlossenen Transferprojekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir kleine und mittlere Unternehmen bei ihren Digitalisierungsplänen unterstützen können“, betont auch Shari Wlecke. „Auf diese Weise begleiten wir Unternehmen, entdecken gemeinsam Potenziale und generieren Lösungen mit Mehrwert.“ Ein Vorgehen, das Christopher Pavel nur empfehlen kann: „Es ist klasse, dass es diese Initiative gibt. Digital in NRW hilft dem Mittelstand, wettbewerbsfähig zu bleiben.“