Tischlerei Manufaktur Mücke stellt Weichen für die Digitalisierung

Digital in NRW unterstützt Betrieb mit umfassender Potenzialanalyse

Geht es um die Digitalisierung in Unternehmen, haben insbesondere kleine Betriebe dasselbe Problem: Der Wille, neue Technologien zu integrieren, ist da. Was fehlt, sind die Ressourcen, um sich neben dem operativen Tagesgeschäft mit Digitalisierungsfragen zu beschäftigen. Ebenso ging es der Tischlerei Manufaktur Mücke, einem Familienunternehmen aus Detmold. Die Weichen für die Digitalisierung hat der Betrieb nun dennoch gestellt: mit Hilfe einer Potenzialanalyse von Digital in NRW.

Digitalisierungsgrad auf dem Prüfstand

„Gerade in kleinen und mittleren Unternehmen mangelt es an Ressourcen, um sich explizit mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen“, weiß auch Christian Kürpick, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IEM, der die Potenzialanalyse bei der Firma Manufaktur Mücke für Digital in NRW geleitet hat. „Da kommen dann wir ins Spiel.“ Vor Ort haben die Digitalisierungsexperten die Prozesse im Betrieb unter die Lupe genommen – vom Akquiseprozess bis zur Auftragsabwicklung. „Bei jedem einzelnen Prozess haben wir den jeweiligen Digitalisierungsgrad geprüft und festgehalten“, so Christian Kürpick. Das Ergebnis: Noch laufen einige Abläufe in der Tischlerei papierbasiert – insbesondere in der Produktion. Die Auftragsgewinnung arbeitet hingegen bereits sehr IT-basiert.

Kleine Maßnahmen mit großem Effekt

Für jeden Prozessschritt, der Potenzial für den Einsatz digitaler Techniken und Technologien bietet, hat das Digital-in-NRW-Team mögliche Lösungsansätze entwickelt. „Ganz wichtig ist, nicht einfach alles digitalisieren zu wollen“, betont Christian Kürpick, der vom großen, digitalen „Rundumschlag“ abrät: „Digitalisierung nach Maß. Das ist entscheidend. Das können ganz einfache, kleinschrittige und doch sehr effektive Maßnahmen sein. Kleine Verbesserungen, die bereits einen großen Effekt haben.“

Startschuss für weitere Digitalisierungsaktivitäten

Neben den bereits laufenden Digitalisierungsaktivitäten konnten weitere Verbesserungspotenziale im Rahmen der Analyse bei der Tischlerei Manufaktur Mücke aufgedeckt werden – insbesondere die digitale Quittierung der Arbeitsvorgänge und der dafür notwendigen Arbeitszeiten im Produktionsumfeld. Hier soll zukünftig ein IT-System zum Einsatz kommen. „Wichtig ist, dass ein weiterer Schritt Richtung Digitalisierung gemacht ist“, so Christian Kürpick. Das Potenzial ist da, die Lösungsansätze sind es auch. Die besten Voraussetzungen also für den Betrieb auf dem Weg der Digitalen Transformation weiter voranzuschreiten – Schritt für Schritt.