Effizienter und transparenter mit neuem ERP-System

Digital in NRW unterstützt FELTRON ZEISSLER bei Anbieterauswahl und Implementierung

Die Einführung eines neuen ERP-Systems ist mit hohen Investitionskosten, viel Zeitaufwand und einigen Prozessveränderungen verbunden. Gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) schrecken häufig vor diesen Hürden zurück und schieben eine Systemumstellung oder -einführung vor sich her. Auch die FELTRON Elektronik - ZEISSLER & Co. GmbH stand vor diesen Herausforderungen – und hat sie erfolgreich gemeistert. Im Rahmen einer Umsetzungsbegleitung mit Digital in NRW stellt das familiengeführte Unternehmen aus Troisdorf auf ein neues ERP-System um.

Auch aktuell arbeitet der Hersteller von Ausbildungs- und Prüfungsmaterial für elektrotechnische und elektromechanische Ausbildungsberufe mit einem ERP-System. „Allerdings erfüllt es gewisse Kriterien nicht oder nicht mehr“, weiß Leo Nuy, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und bei Digital in NRW verantwortlich für die Umsetzungsbegleitung. „Aus diesem Grund sucht das Unternehmen jetzt auch ein System, das allen individuellen Anforderungen entspricht.“

Von der Auswahl bis zur Einführung

Nicht nur bei dieser Suche unterstützen die Experten von Digital in NRW FELTRON ZEISSLER: Von der Auswahl über die Abstimmung und die Konzeptionierung bis hin zur Einführung begleitet das Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum das Unternehmen. Den Anfang der Zusammenarbeit machte dabei ein Unternehmensdialog, in dem alle Anforderungen an das neue System festgelegt wurden. Neben einer guten Usability, der Abbildung spezifischer Workflows sowie der Kalkulation verschiedener Steuersätze legte FELTRON ZEISSLER zudem großen Wert auf einen geringen Wartungsaufwand. „Viele KMU haben keine eigene IT-Entwicklung im Haus und beschäftigen keine Softwareentwickler“, erklärt Leo Nuy. „Da muss das System einfach zu handhaben sein.“

Systemlösungen für KMU

Grundsätzlich sind gängige Produkte der Anbieter am Markt stark auf die Bedürfnisse großer Konzerne ausgelegt. Wer auf KMU spezialisierte Systeme sucht, muss in eine tiefe Recherche einsteigen, die Zeit und Know-how erfordert. Eine Aufgabe, die Digital in NRW für den Troisdorfer Familienbetrieb übernommen hat: „Wir haben den Markt gescreent, Anbieter geeigneter Lösungen recherchiert und bewertet“, so Nuy. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf den KMU-Referenzen der Anbieter: So soll sichergestellt werden, dass ein Mittelständler nicht „der kleine Fisch im Kundenpool ist“, macht Leo Nuy deutlich. Insgesamt zehn Anbieter kamen auf die Longlist, nach Rücksprache mit FELTRON ZEISSLER wurden drei in die engere Wahl genommen.

Mehr Effizienz und Transparenz

In zweistündigen Online-Präsentationen ging es dann ins Detail. Funktionen zu Auftragsabwicklung, Kapazitätsplanung oder zum Dokumentenmanagement wurden erläutert, Serverspezifikationen abgeglichen und der finanzielle Rahmen abgesteckt. „Aktuell bereiten wir die Gesprächsprotokolle auf, tragen die wichtigsten Informationen zusammen und bereiten Vor-Ort-Termine vor“, erläutert Leo Nuy.

Ist dann die Entscheidung für ein System gefallen, wird Digital in NRW historische Daten aus dem alten ERP-System extrahieren, eine Datenübernahme vorbereiten und auch die Einführung begleiten, die derzeit für das vierte Quartal 2020 geplant ist. „Natürlich wird das mit einigen Umstellungen verbunden sein – auch für die Mitarbeitenden“, erklärt der Projektverantwortliche. „Aber die interne Kommunikation bei FELTRON ZEISSLER ist sehr gut und die Belegschaft ist an einem System interessiert, das ihnen die Arbeit zukünftig erleichtert.“

Schritt Richtung Zukunft

Schließlich sollen beispielsweise Angebote, Auftragsbestätigungen und Rechnungen zukünftig automatisiert erstellt, eine Auftragslokalisierung etabliert und Kapazitäten effizient geplant werden können. Zudem möchte das Troisdorfer Unternehmen mit der Digitalisierung auftrags- und fertigungsbezogener Daten die Effizienz der Geschäfts- und Produktionsprozesse steigern und mehr Transparenz über Kostenstrukturen und Unternehmensabläufe schaffen. Damit geht der Mittelständler einen entscheidenden Schritt Richtung Zukunft: „Das Projekt ist eine gute Grundlage, auf der weitere Digitalisierungsschritte aufgebaut werden können“, ist Leo Nuy überzeugt.