Transferprojekt „Digitalisierung in der Möbelmontage“ erfolgreich abgeschlossen

30.000 verschiedene Artikel -  vom Sideboard bis hin zur kompletten Küche -  fertigt die Möbelwerke A. Decker GmbH. Dabei gibt es die hochwertigen Massivholzmöbel in zahlreichen, individuellen Varianten. Um den Kundenwünschen und dem Kostenrahmen gleichermaßen gerecht zu werden, geht das 1915 gegründete Familienunternehmen Möbelwerke A. Decker GmbH weitere Schritte in Richtung Industrie 4.0. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Digital in NRW hat das Unternehmen mit der „Digitalisierung der Möbelmontage“ angefangen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Transferprojekt wurde Anfang November erfolgreich abgeschlossen.

Transferprojekt „Digitalisierung in der Möbelmontage“ erfolgreich abgeschlossen

Mehr Varianten, kürzere Lieferzeiten und eine analoge, papierbasierte Steuerung der Montage sind aktuelle Herausforderungen, vor denen die Möbelwerke A. Decker in ihrer Produktion stehen. Die Folge: aufwändige Auftragswechsel, hohe Pufferbestände, lange Wartezeiten und eine mangelnde Transparenz einzelner Prozessschritte. „Mit der digitalen Erfassung und Speicherung aller relevanten Ereignisse und Daten der Möbelmontage sowie der Einführung von Smart Devices kann der aktuelle Produktionsstand immer abgerufen und mehr Visibilität geschaffen werden“, erklärt Dr. Matthias Parlings, Projektleiter Digital in NRW, das langfristige Ziel. In einem ersten Schritt wurde nun der Versandprozess digitalisiert: Ein drahtloses Netzwerk steht in Montage und Versand zur Verfügung, die Mitarbeiter sind mit Smartphones ausgestattet und eigens für den Versandprozess entwickelte Applikationen erfassen Packstücknummern der versandbereiten Möbelstücke. Eine Terminalansicht fasst Programm, Auftragsnummer, Anzahl der Packstücke, Volumen, Status und Liefertermin aktuell und übersichtlich zusammen. „Auf diese Weise sind alle zusammengehörigen Auftragspositionen schnell und lückenlos zuzuordnen und zu verladen“, erklärt Arnd Ciprina, Projektleiter beim Transfergeber Fraunhofer IML. „Zudem findet eine automatische Priorisierung der Aufträge anhand der Liefertermine statt.“

Seit rund zwei Monaten läuft das Transferprojekt mit Pilotcharakter bereits – mit Erfolg. Die Abläufe funktionieren reibungslos. Und: „Das Feedback der Mitarbeiter ist durchweg positiv“, erklärt Ralf Lang, Prokurist der Möbelwerke A. Decker GmbH. Auch die Zusammenarbeit mit Digital in NRW hat das mittelständische Unternehmen überzeugt. „Wir sind mit dem Projektverlauf sehr zufrieden“, so Lang. Eine weitere Etablierung der Maßnahmen im Versand und in der Montage ist angedacht. „Wir möchten das Schritt für Schritt angehen. So wie es sich für einen Mittelständler gehört“, betont Lang mit einem Lächeln. „Uns ist es wichtig, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen und dabei auch unsere Mitarbeiter mitzunehmen.“

Über die Möbelwerke A.Decker

Das Familienunternehmen Decker produziert in Borgentreich/NRW hochwertige, individuelle Einrichtungen aus Massivholz. 1915 als Korbmacherbetrieb gegründet, liegen die Wurzeln des Unternehmens nach wie vor im Handwerk, bei natürlichen Materialien, einer nachhaltigen Orientierung, einer hohen Fertigungstiefe, einer fundierten Mitarbeiterausbildung und der Nähe zur Region. Als klimaneutraler Hersteller gemäß dem Klimapakt der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. fertigt Decker seine Produkte für die Bereiche Wohnen, Speisen und Küche gemäß den hohen Anforderungen der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. und nutzt ausschließlich Holz aus bestandsgepflegten - PEFC-zertifizierten - Wäldern.

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