Rückenwind für die Digitalisierung: KMU in NRW starten durch

Digital in NRW: Steigende Nachfrage nach Services rund um Digitalisierungsstrategien

Die Corona-Pandemie und der mit ihr verbundene Lockdown haben Unternehmen gerade zu Beginn vor große Herausforderungen gestellt: Gängige Arbeitsabläufe und Kommunikationswege wurden unterbrochen, die Mitarbeitenden mussten ins Home-Office, der persönliche Kontakt wurde strikt reglementiert und die Kommunikation vom persönlichen Gespräch auf Web-Konferenzen & Co. verlegt. „Viele Unternehmen, die sich bisher mit dem Thema Digitalisierung weniger beschäftigt hatten, haben in dieser Zeit gemerkt, dass digitale Maßnahmen gebraucht werden und funktionieren“, so Matthias Parlings, Geschäftsstellenleiter von Digital in NRW in Dortmund. Das Kompetenzzentrum bekommt aktuell zahlreiche Anfragen für Services und Unterstützungsangebote rund um die Digitalisierung.

NRW-Unternehmen lassen sich nicht ausbremsen

Nach Lockdown und Sommerpause starten die kleinen und mittleren Unternehmen in NRW wieder durch: „Wir haben den Eindruck, dass viele sich von der aktuellen Unsicherheit nicht ausbremsen lassen, sondern wieder loslegen möchten“, erzählt Matthias Parlings. Dabei spielt vermehrt auch die Entwicklung und Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie eine große Rolle. Kollaborationstools und Videokonferenzen, digitale Angebote für Kassensysteme und Terminvereinbarungen, Webinare und Online-Workshops haben gezeigt, wie digitale Methoden funktionieren und die Arbeit erleichtern können. Sie waren für manches KMU der erste Schritt zur Digitalisierung von Arbeitsabläufen und -prozessen.

Potenzialanalysen und Workshops wieder vor Ort

„Jetzt möchten die Unternehmensvertreter den Weg weiter und die Digitalisierung „richtig angehen“, so Parlings. Er kann der schwierigen Corona-Situation so auch etwas Positives abgewinnen: „Die Digitalisierung bekommt Rückenwind.“ Und das macht sich bemerkbar: Aktuell sind die Digital-in-NRW-Experten bereits zu zahlreichen Potenzialanalysen und Gestaltungsworkshops vor Ort in den Unternehmen – natürlich immer unter Berücksichtigung der geltenden Schutzmaßnahmen.

Große Resonanz auf Online-Angebote

„Corona hat viele Unternehmen aufgeweckt“, sagt auch Marie Lindemann, Geschäftsstellenleiterin Digital in NRW in Aachen, die sich freut, dass mittlerweile wieder Unternehmensbesuche vor Ort sowie persönliche Netzwerktreffen stattfinden können. „Der direkte, persönliche Austausch hat vielen gefehlt.“ Aufgefangen hat das Kompetenzzentrum das durch ein stetig wachsendes Online-Angebot: Mehr als 61 digitale Veranstaltungen hat Digital in NRW seit Beginn des Lockdowns auf- und umgesetzt – von Webinaren über virtuelle Lab-Touren bis hin zu Workshops.

Virtuelle Vorträge und interaktive Best Practise Beispiele

„Wir haben relativ früh damit gestartet, ein rein digitales Programm auf die Beine zu stellen“, blickt Marie Lindemann zurück. Waren es erst halbstündige Vorträge zu Themen wie „Künstliche Intelligenz“ und „Assistenzsysteme in der Produktion“ mit anschließender Fragerunde wurden die Angebote mit der Zeit immer interaktiver und umfangreicher. Es entstanden Kooperationen mit Unternehmen, in Webinaren wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt und die Teilnehmer live durch die jeweilige Produktion geführt. Auch Einblicke in das Smart Automation Lab gehörten zu Workshops über innovative Technologien dazu.

Webinare ergänzen Präsenztermine

„Die Nachfrage war konstant hoch“, freut sich Marie Lindemann, dass die Angebote gut angenommen wurden. Zudem waren sie für manches Unternehmen der erste Kontakt zu Digital in NRW. „Auch über diesen Weg haben wir Anfragen bekommen, um bei der Digitalisierung zu unterstützen“, so die Geschäftsstellenleiterin. Blickt man aktuell in den Terminkalender des Kompetenzzentrums, sind vereinzelt auch wieder Präsenzveranstaltungen und Führungen darunter. Diese Termine sollen nun auch wieder einen persönlichen Austausch ermöglichen – natürlich unter besonderen Rahmenbedingungen. Marie Lindemann: „Unser Online-Angebot werden wir aber weiterhin als sinnvolle und sichere Ergänzung anbieten und weiter ausbauen.“

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