Podiumsdiskussion stellt erfolgreiches Transferprojekt vor

„Das ist nichts für uns“, war der ursprüngliche Gedanke von Dennis und Ralf Marker, Geschäftsführer der Polierscheibenfabrik Spaeth, wenn es um die Digitalisierung ihres Betriebes ging. Zu klein das Unternehmen mit rund zehn Mitarbeitern. Zu groß die Ideen, Innovationen und Technologien, die mit Industrie 4.0 in Verbindung gebracht wurden. Die Zusammenarbeit mit Digital in NRW ließ die Geschäftsführer umdenken und eine Erfolgsgeschichte schreiben: Auf der Regionalkonferenz konnte Dennis Marker mit allen Projektbeteiligten in einer Podiumsdiskussion ein erfolgreiches Transferprojekt vorstellen, das gleichzeitig die „Unterstützung durch das Kompetenzzentrum bei der Digitalisierung am Beispiel der papierlosen Fertigung“ verdeutlichte.

Den Anfang auf dem Weg zu ersten Digitalisierungsmaßnahmen hatte die Unternehmenssprechstunde gemacht. Auf sie war Dennis Marker über das örtliche IHK-Magazin aufmerksam geworden und vereinbarte einen Termin mit den Experten von Digital in NRW. Mit einem überzeugenden Ergebnis: „Innerhalb von fünf Minuten hatten wir drei Ideen, die zu unserem Unternehmen passen, gut umzusetzen und in unserem Budget waren“, erklärte Markert den Konferenzteilnehmern. Die Entscheidung fiel für die Umsetzung eines „Digitalen Auftragsschatten für die papierlose Fertigung“.

Dennis Marker, Sebastian Groggert und Max Ellerich (v.l.n.r.) berichten über das erfolgreiche Transferprojekt "Digitaler Auftragsschatten: durchgängig auftragsbegleitende Datenerfassung". Foto: Andrea Borowski ©WZL der RWTH Aachen, 2017

In nur fünf Monaten verschwanden im Unternehmen die zahllosen Papiere der Auftragsbegleitscheine. Stattdessen sind nun alle notwendigen Informationen digital in einer eigens für das Projekt entwickelten App gesammelt und werden in Echtzeit aktualisiert. „Hier haben wir die App Schritt für Schritt dem Bedarf des Unternehmens angepasst“, erklärte Max Ellerich, Geschäftsführer der innoTecS GmbH, die die Entwicklung der App übernahm. „Uns war es wichtig nicht am Kunden vorbei zu entwickeln“, so Ellerich weiter, der die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen und Kompetenzzentrum als „hervorragend“ empfunden hat. Auch Dennis Marker ist von dem gemeinsamen Projekt und dem Ergebnis überzeugt. „Wir machen weiter und werden die Digitalisierung in unserem Betrieb vorantreiben“, erklärte er auf dem Podium. Dass auch andere kleine und mittlere Unternehmen von dem Transferprojekt mit der Polierfabrik Spaeth - das zeitgleich auch bei MVG in Eschweiler Anwendung findet - profitieren können, machte Sebastian Groggert, Geschäftsstellenleiter Digital in NRW (Standort Rheinland), deutlich: „Mit der Zusammenarbeit im Transferprojekt schaffen wir quasi eine neutrale Instanz, sodass die Ergebnisse im Nachhinein auch anderen Unternehmen zur Verfügung gestellt werden können.“

Weitere Informationen zum Transferprojekt finden Sie hier.

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