MdB Rudolf Henke informiert sich über erfolgreiche Digitalisierungsprojekte

Bundestagsabgeordneter besucht Polierscheibenfabrik Spaeth

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© Digital in NRW

Digitalisierungsprojekte in Unternehmen anschauen. Verschiedene Initiativen kennenlernen. Und gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung sprechen. Das waren gute Gründe für Rudolf Henke (CDU), Mitglied des deutschen Bundestages, im Rahmen seiner Sommertour einen Stopp bei der Polierscheibenfabrik Spaeth einzulegen. Vor Ort gab das mittelständische Aachener Unternehmen dem Präsidenten der Ärztekammer Nordrhein Einblicke in erfolgreiche Digitalisierungsprojekte, die auch gemeinsam mit Digital in NRW umgesetzt wurden.

Einblick in Unternehmensprozesse

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Unternehmensinhaber Ralf Marker und Geschäftsführer Dennis Marker führten den Gast durch die Produktion, in der Tag für Tag unter anderem Polierringe, Nylonvliesscheiben und weitere Schleifmittel hergestellt werden. Dabei setzt das Unternehmen bei der Optimierung seiner Prozesse auf digitale Maßnahmen – wie die Betriebsdatenerfassung durch Sensorik: Durch diese Erfassung, Auswertung und Visualisierung maschinenspezifischer Sensordaten werden der bei der Produktion von Polierscheiben notwendige Trocknungsprozess automatisch kontrolliert, Arbeitsabläufe verbessert und Planungs- und Durchlaufzeiten optimal terminiert.

Anschauliches Digitalisierungsbeispiel

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Wie die Sensoren im Detail arbeiten, demonstrierte Robin Günther, wissenschaftlicher Mitarbeiter am WZL der RWTH Aachen und Projektleiter bei Digital in NRW Rudolf Henke und seiner Begleiterin an einem anschaulichen Beispiel: Gläser wurden trockener und feuchter Blumenerde befüllt. Je nachdem, in welches Glas die Sensoren gesteckt wurden, zeigte das zugehörige Dashboard den jeweiligen Feuchtigkeitsgehalt an. Weiterhin wurden die Inhalte des Forschungsprojektes LeaF (AiF-Nr.: 19931N) vorgestellt - ein weiteres vom WZL geleitetes Projekt unter Beteiligung der Fa. Spaeth - bei welchem die Mitarbeiter unter Einsatz digitaler Unterstützung dazu befähigt werden, Fehler- und Ursacheninformationen in analysefähiger Struktur zu erfassen. „Auf diese Weise wird schnell deutlich, wie selbst durch den Einsatz kleinerer digitaler Maßnahmen Prozess- und Arbeitsabläufe optimiert werden können“, erklärt Marie Lindemann, ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin am WZL der RWTH Aachen und Digital in NRW-Geschäftsstellenleiterin im Rheinland. Sie stellte während des Termins auch Digital in NRW mit allen zugehörigen Servicebausteinen vor und gab Rudolf Henke weitere Beispiele erfolgreicher Digitalisierungsprojekte sowie die Erfolgsgeschichten der Initiative mit auf den Weg.

Unterstützung für KMU

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Der Politiker zeigte sich beeindruckt von dem Engagement des Kompetenzzentrums für die Digitalisierung im Mittelstand. Er lobte den zukunftsweisenden Einsatz digitaler Methoden in der Polierscheibenfabrik Spaeth und diskutierte gemeinsam mit Geschäftsführer Dennis Marker und den Experten von Digital in NRW, wie kleinen und mittleren Unternehmen beim Einstieg in die Digitalisierungsprozesse auch zukünftig optimal unterstützt werden können.

„Insbesondere kleine Betriebe sind oft unsicher, wie eine qualitativ ausreichende Datengrundlage für eine zielführende Auswertung geschaffen“, weiß Marie Lindemann. „Das sind wichtige Grundlagen, an denen gearbeitet werden muss, bevor digitale Maßnahmen und KI-Methoden zum Einsatz kommen sollten.“ Welche Unterstützung KMU bei der Digitalisierung benötigen, darüber möchte Rudolf Henke auch mit seinen KollegInnen im Bundestag sprechen: „Durch meinen Besuch hier in der Polierscheibenfabrik Spaeth und den persönlichen Austausch direkt vor Ort habe ich einen sehr guten Einblick in konkrete Anwendungsbereiche der Digitalisierung bekommen. Diese Beispiele gebe ich gerne weiter“, so der Bundestagsabgeordnete zum Abschluss seines Besuches.

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