Komplexe Förderanträge: Digital in NRW bietet Unterstützung

Digital Jetzt: Kompetenzzentrum begleitete FELCO GmbH bis zur Antragsstellung

Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben zu erleichtern, ist das Ziel von Digital Jetzt, einem Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums. Bis 2023 können KMU aller Branchen die Förderung von bis zu 50 Prozent der Investitionssummen beantragen – so wie die FELCO GmbH. Das Recklinghauser Unternehmen hat die Unterstützung für die Entwicklung und Einführung einer digitalen Zeiterfassung bewilligt bekommen. Bei der Entwicklung der Digitalisierungsroadmap als Grundlage für die Antragstellung erhielt der Betrieb Unterstützung von Digital in NRW.

Digitale Zeiterfassung für mehr Transparenz

Armin Malasch, Technischer Vertrieb bei FELCO, ist gleich zum Start von Digital Jetzt im September 2020 auf das neue Förderprogramm gestoßen, informierte sich weiter und lud die Anträge herunter. Denn die Aussicht auf eine Investitionsförderung kam genau zum richtigen Zeitpunkt: „Wir hatten schon seit längerem ein Digitalisierungsvorhaben im Kopf“, erklärt Armin Malasch. Eine digitale Zeiterfassung soll die Arbeitszeiten von festangestellten Mitarbeiter:innen und Leiharbeiter:innen festhalten und gleichzeitig die anfallenden Sozialabgaben hinterlegen. „Auf diese Weise wird die Zeiterfassung transparenter und für alle Mitarbeitenden nachvollziehbar“, erläutert Armin Malasch den Mehrwert des Projekts. „Durch die Hinterlegung und direkte Abführung der Sozialabgaben minimieren wir gleichzeitig das Risiko der Subsidiärhaftung. Die Notwendigkeit für diese Maßnahme kam also von mehreren Seiten.“

Unterstützung bei der Antragsstellung

Doch so klar das Projektvorhaben war, so umfangreich war die Antragsstellung. „Ursprünglich hatte ich vor, die Beantragung eigenständig auf den Weg zu bringen. Aber der Antrag an sich ist schon wie eine kleine Promotion und sehr zeitaufwendig“, erzählt Armin Malasch mit einem Schmunzeln. Die Projektbeschreibung musste formuliert, zahlreiche Antragsfelder mussten ausgefüllt werden. „Bei manchen Punkten war uns gar nicht klar, was genau gemeint ist“, erinnert sich Armin Malasch und spricht eine Herausforderung der Projektbeschreibung an: „Wenn man selbst tief im Thema ist, neigt man dazu, fachliche Formulierungen und Abkürzungen zu nutzen, die anderen überhaupt nichts sagen.“

Roter Faden und klare Formulierungen

Hier setzte die Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Dortmund an. Die Experten von Digital in NRW halfen FELCO dabei, das Projekt klar zu umreißen und verständlich zu formulieren. „Wir haben das Projektvorhaben mit dem Unternehmen besprochen, eingegrenzt und in eine Gesamt-Digitalisierungsroadmap eingebettet“, erklärt Dr.-Ing. Matthias Parlings, Digital-in-NRW-Geschäftsstellenleiter Metropole Ruhr. Welche Elemente gehören in einen Digitalisierungsplan? Wie baut man diesen schlüssig auf? Und was genau bedeuten bestimmte bürokratische Umschreibungen des Förderantrags? „Die Antworten auf diese Fragen gehören für uns zum Alltag, für viele Unternehmen aber nicht“, weiß Matthias Parlings, der während der Antragsstellung von FELCO in engem Austausch mit Armin Malasch stand. Abgeschickt hat das Unternehmen die Formulare dann Anfang Oktober. „Ende Februar kam dann die Genehmigung“, so Armin Malasch, der fast schon nicht mehr mit einer positiven Rückmeldung gerechnet hatte.

Projektabschluss im Sommer

Dafür ging anschließend alles sehr schnell, denn die Zuwendungen von Digital Jetzt laufen für das Unternehmen von Anfang März bis zum 1. Juli 2021. Am 25. März fiel dann der Startschuss für das „größte Digitalisierungsvorhaben in der Geschichte der FELCO GmbH“, so Armin Malasch, der für die Zusammenarbeit mit Digital in NRW nur positive Worte findet: „Die Unterstützung hat uns bei der Antragstellung sehr geholfen.“ Mittlerweile ist die Umsetzung in vollem Gange. Bis Anfang Juli soll das Projekt abgeschlossen sein.

 

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