Industrie 4.0 zum Ausprobieren: Lab-Tour präsentierte zukunftsrelevante Technologien

Wie lassen sich Digitalisierungskonzepte tatsächlich umsetzen? Und wie funktioniert Industrie 4.0 in der Praxis? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Digital in NRW in den eigenen Demonstrationszentren in Aachen, Dortmund und OstWestfalenLippe. Ob Mensch-Maschine-Interaktion, Systems Enginieering oder die Digitalisierung der Logistikkette: Die Demozentren zeigen zukunftsrelevante Technologien in der Praxis und machen das Thema Digitalisierung insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen greifbarer. Auch während der Regionalkonferenz bekamen die Teilnehmer bei der Lab-Tour einen Einblick in den aktuellen Stand der Technik und erlebten Industrie 4.0 „zum Anfassen“.

Fünf Stationen konnten die 200 Gäste im Rahmen des Konferenzprogramms besuchen. In Kleingruppen führte die Tour durch die Demofabrik Aachen, das Smart Automation Lab, die Innovation Labs, den Cluster Produktionstechnik und den eigens für die Veranstaltung aufgebauten Showroom Digitalisierung. Während beispielsweise im Smart Automation Lab die vielseitigen Aspekte und Möglichkeiten von Industrie 4.0 unter anderem am Beispiel der Mensch-Roboter-Kooperation oder der produktzentrierten Steuerung deutlich gemacht wurden, stand in der Demofabrik die anwendungsnahe, individuelle Produktion von Prototypen und Produkten in Kleinserie im Mittelpunkt. „Hier wird wirklich produziert, die Technologien werden im Alltag eingesetzt und genutzt“, betonte darum auch Felix Basse, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Produktionslogistik/Produktionsmanagement am WZL der RWTH Aachen, bei der Führung durch die Demofabrik. „Wir zeigen Lösungen und Technologien auf, die auch im Unternehmensalltag sinnvoll sind und umgesetzt werden können.“ Doch unabhängig an welcher Station die Lab-Tour Halt machte:  Vom Smart Automation Lab bis zum Showroom Digitalisierung konnten die Konferenzteilnehmer zuschauen, ausprobieren und nachfragen und bekamen auf diese Weise einen – wenn auch nur kurzen – ersten Einblick in die Möglichkeiten, die innovative Digitalisierungsmaßnahmen KMU bieten können.

"Intelligente Produktionstechnologien zum Anfassen": viele spannende Einblicke haben die Teilnehmer der Regionalkonferenz im Rahmen der Lab-Tour bekommen. Foto: Andrea Borowski ©WZL der RWTH Aachen, 2017

„Wir werden hier sehr global aber auch sehr verständlich informiert und können viele Kontakte knüpfen“, fasste Mike Roßdeutscher seine Eindrücke von der Regionalkonferenz und ihren Angeboten zusammen. Der Teamleiter Produktmanagement der Jul. Niederdrenk GmbH & Co. KG (JuNie) besuchte die Veranstaltung gemeinsam mit Kollege Peter Wenzler, dem Fertigungsleiter des Herstellers von Möbelschlössern und Industrieverschlüssen. Ganz neu war das Thema Digitalisierung aber für beide nicht. Und auch das Kompetenzzentrum ist bei JuNie bekannt: „Wir haben gemeinsam mit Digital in NRW eine Potenzialanalyse gemacht“, erzählt Roßdeutscher. Nach einer genauen Untersuchung der IST-Situation im Unternehmen wurden Potenziale für mögliche Digitalisierungsmaßnahmen entwickelt und aufgezeigt. „Jetzt ist es an uns, uns auszurichten und zu entscheiden, was wir wollen“, so Roßdeutscher. Eines ist aber bereits sicher: „Wir werden das Thema Industrie 4.0 auf jeden Fall weiterverfolgen.“ Und der Besuch der Regionalkonferenz mit ihren Vorträgen, Angeboten, Ansprechpartnern und Demonstrationen war dabei sicherlich ein hilfreicher Schritt.

Zurück