Herausforderungen und Handlungsempfehlungen zum Digitalen Auftragsdurchlauf

Digital in NRW begleitete GC Heat und Pfeiffer Chemie-Armaturen beim Erfahrungsaustausch

Der „Digitale Auftragsdurchlauf“ war Thema eines von Digital in NRW begleiteten Erfahrungsaustauschs für Unternehmen: GC Heat aus Waldbröl und Pfeiffer Chemie-Armaturen aus Kempen diskutierten im Rahmen des eintägigen Treffens am 12.11.18 unter anderem die Handhabung von Auftragsveränderungen, Verfahren im Umgang mit Aufträgen in der Fertigung und den Umgang mit Lieferantenzusagen.

Neu war die Zusammenarbeit mit Digital in NRW für beide Unternehmen nicht. Jedes für sich hat bereits verschiedene Services des Kompetenzzentrums – wie einen Unternehmensbesuch oder Gestaltungsworkshop – erfolgreich nutzen können. Und auch von dem intensiven Erfahrungsaustausch, der allen Beteiligten einen praxisnahen Überblick über die mit einem digitalen Auftragsdurchlauf verbundenen Herausforderungen und Fallstricke, Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen gab, konnten beide Firmen profitieren.

Christian Müller von GC Heat

So stellte Christian Müller, Teamleitung IT & Controlling, die IT-Strategie von GC Heat vor, erläuterte den aktuellen Projektstatus zum Auftragsdurchlauf und machte die treibende Rolle der IT deutlich: „Es gibt heute nichts mehr, was nicht mit der IT im Unternehmen zu tun hat. Heutzutage ist die IT als Prozessbeschleuniger im gesamten Unternehmen unterwegs.“ Neben einem inhouse entwickelten Dashboard im Vertrieb soll zukünftig auch in der Fertigung ein Dashboard implementiert werden. Geplant sind zudem digitale Fertigungspapiere, in denen Prozessarbeitszeiten erfasst werden sollen, um Nachkalkulationen von Aufträgen vornehmen und Prognosen optimieren zu können.

Marc Strehle, Assistenz der Vertriebsleitung bei Pfeiffer, stellte im Anschluss ein an ERP und weitere Systeme gebundenes Controllingtool mit inkludierter Fertigungssteuerung vor, welches bei Pfeiffer in Excel umgesetzt wurde. Dessen Einsatz ermöglicht eine Übersicht von Verspätungen, fehlerhaften Terminplanungen und Fertigmeldungen. Jedoch ist die Aktualisierung der Daten sehr zeitintensiv und das Tool stößt aktuell aufgrund der Unternehmensgröße von Pfeiffer und der Anzahl der Aufträge und Produkte an seine technischen Grenzen.

Die Erfahrungen der Unternehmen ergänzte Digital in NRW mit einem weiteren Praxisbeispiel. Jan Hicking, Projektleiter am FIR e. V. an der RWTH Aachen, erläuterte die Erfolge eines Umsetzungsprojekts mit der Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW GmbH (LBBZ) und gab weitere wertvolle Erfahrungen und Tipps der Fachexperten weiter. Auch in Zukunft sollen Unternehmen von einem solchen Austausch untereinander profitieren können. Ein weiterer Termin für das erste Quartal 2019 ist bereits in Planung. Interessierte Unternehmen (KMU) können sich bei Interesse per Mail an Robin Exner wenden: r.exner@wzl.rwth-aachen.de.

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