Digitalisierung: konkret – greifbar – machbar

Kompetenzzentrum für den Mittelstand in der Region Rheinland stellt sich vor

Ab sofort haben kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Region Rheinland eine kompetente Anlaufstelle bei der Digitalisierung und Vernetzung ihrer Produkte, Produktion und Prozesse. "Digital in NRW - Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand" stellte am 08. Juli 2016 im Manfred Weck Haus des Werkzeugmaschinenlabors WZL der RWTH Aachen sein Portfolio an Angeboten bei der Eröffnungsveranstaltung vor.

Rund 120 Interessenten aus Industrie, Wissenschaft und Politik informierten sich bei der Eröffnungsveranstaltung über die besonderen Herausforderungen vor denen mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung stehen. Der Weg zu Industrie 4.0 kann allerdings nur Schritt für Schritt geschehen. „Ziel unserer Angebote ist es, Unternehmen auf jeder Stufe von Industrie 4.0 abzuholen und mit Ihnen den nächsten Schritt anzugehen“, so Dr.-Ing. Patrick Beaujean, geschäftsführender Oberingenieur am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und Geschäftsstellenleiter des Kompetenzzentrums Rheinland.

„Nur jedes fünfte Unternehmen in der Region fühlt sich bezüglich Industrie 4.0 gut aufgestellt“, so Anke Schweda, Geschäftsführerin der IHK Aachen. „Je kleiner die Unternehmen desto größer der Bedarf.“

Künftig werden anhand der fünf Maßnahmen „Informieren, Demonstrieren, Qualifizieren, Konzipieren und Umsetzen“ Informationsveranstaltungen, der Zugang zu Demo-Zentren in der Forschung und Industrie sowie zugeschnittene Weiterbildungsangebote zum Thema Industrie 4.0 angeboten. Darüber hinaus unterstützt das Kompetenzzentrum bei der Erarbeitung der eigenen Industrie 4.0 Strategie und begleitet die Unternehmen entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette.

Mit knapp 7 Mio. Fördersumme will das Kompetenzzentrum in Nordrhein-Westfalen mit ca. 300 Informationsveranstaltungen, bedarfsgerechten Weiterbildungsangeboten und prototypischen Umsetzungsprojekten Industrie 4.0 für die KMU greifbar machen. „Digitalisierung und Vernetzung sind Herausforderungen, denen sich besonders kleine und mittlere Unternehmen stellen müssen. Wir wollen den Unternehmen ein kompetenter Ansprechpartner sein und Industrie, Forschung und Innovation unter einem Dach bündeln“, betont Prof. Robert H. Schmitt, Direktor am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen.

Für die Region Rheinland steht allen Interessenten das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen künftig bei allen Fragen rund um das Thema Industrie 4.0 zur Verfügung.

Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 in der Region Rheinland

Digital in NRW. Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand ist Teil der Förderinitiative Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen

Das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen steht weltweit seit mehr als 100 Jahren für zukunftsweisende Forschung und erfolgreiche Innovationen auf dem Gebiet der Produktionstechnik. Die vier Lehrstühle Fertigungs-messtechnik und Qualitätsmanagement, Produktionssystematik, Technologie der Fertigungsverfahren und Werkzeugmaschinen decken alle Kernthemen der Produktionstechnik ab.

Gemeinsam mit Industrieunternehmen wird ein Großteil der Forschungsarbeiten durchgeführt. So ist sichergestellt, dass die Ergebnisse schnell in die betriebliche Praxis einfließen und die universitäre Lehre stets aktuell gehalten wird. Geführt wird das WZL mit seinen 850 Mitarbeitern von den vier Professoren Christian Brecher, Fritz Klocke, Günther Schuh und Robert Schmitt.

Das Partnernetzwerk von Digital in NRW

Das Kompetenzzentrum bündelt die Expertise aus drei starken Wirtschafts- und Forschungsstandorten in NRW: Im Rheinland arbeiten das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und das Forschungsinstitut für Rationalisierung FIR an der RWTH Aachen an intelligenter Produktionstechnik. In der Metropole Ruhr sind das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML und der EffizienzCluster LogistikRuhr Experten für intelligente Logistik und Wertschöpfungsnetzwerke. In OstWestfalenLippe bieten Hochschulen und Forschungseinrichtungen des Spitzenclusters it’s OWL Unterstützung in den Bereichen intelligente Automatisierung und intelligente Produkte und Produktionssysteme.

Foto: Thomas Wolf / WZL der RWTH Aachen

Bei der Eröffnungsveranstaltung freuten sich über die Industrie 4.0-Kompetenz für den Mittelstand am Standort Rheinland (v.l.n.r): Prof. Volker Stich, Geschäftsführer des Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, MR'in Angelika Müller, BMWi, Prof. Robert H. Schmitt, Lehrstuhlinhaber für Fertigungsmessetechnik und Qualitätsmanagement am Werkezugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Anke Schweda, Geschäftsführerin der IHK Aachen, Dr.-Ing. Patrick Beaujean, geschäftsführender Oberingenieur am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, Dr. Sven Nußbaum, Referent beim Projektträger im DLR IT-Anwendungen/Digitale Integration, Dr. Franz Büllingen, Leiter der Begleitforschung Mittelstand-Digital.

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