Digitalisierung als Dienstleistung

Transferprojekt mit PIEL und Infineon Technologies Bipolar erfolgreich abgeschlossen

Der Weg zu diesem Geschäftsmodell führt über das Transferprojekt „Digitales Ersatzteilmanagement“. In seinem Rahmen setzt PIEL gemeinsam mit dem Warsteiner Unternehmen Infineon Technologies Bipolar einen ersten Piloten um, der ein intelligentes Versorgungskonzept entwickeln und etablieren soll. Die von Digital in NRW geförderten Projektabschnitte, wie die Prozessgestaltung, die Bewertung von verschiedenen Technologien der Digitalisierung sowie eine Business Case Bewertung, konnten am 18. Mai in einem Workshop mit allen Beteiligten erfolgreich abgeschlossen werden.

Intelligentes Versorgungskonzept

Mehr als ein Jahr gemeinsame Arbeit steckt in dem Transferprojekt.  Gemeinsam wurden Anforderungen definiert, Handlungsfelder identifiziert, Technologien ausgewählt und ein Business Case aufgestellt. Mit dem intelligenten Versorgungskonzept für die Ersatzteillager des Warsteiner Technologieunternehmens sollen administrative Arbeiten der Maintenance reduziert und die Ressourcen gezielt für die Kernaufgabe Instandhaltung gebündelt werden. Zukünftig wird ein digitaler Bestellprozess für die Ersatzteilversorgung von Infineon etabliert und über PIEL als externen Dienstleister abgewickelt. „Zukunftsweisend“ nennt Mario Ernst, Geschäftsführender Gesellschafter bei PIEL, das Projekt, von dem „alle Seiten profitieren und voneinander lernen.“

Die Umsetzung des Transferprojekts in die Praxis wird daher auch von beiden Unternehmen gleichermaßen unterstützt und vorangetrieben. „Die Lösung bringt schließlich effektive und finanzielle Vorteile“, betont auch Projektleiter Michael Wolny, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IML und Projektleiter, der die „Digitalisierung als Dienstleistung“ von Anfang an begleitet hat. Dass die Etablierung der umfassenden Maßnahme Zeit und eine genaue Betrachtung aktueller Prozesse braucht, ist für Michael Wolny dabei ganz normal. „Gerade im Bereich der Digitalisierung kann man Unternehmen keine fertigen Lösungen „überstülpen“. Die Maßnahmen müssen individuell abgestimmt und umgesetzt werden.“

Blaupause für die Praxis

Aktuell passiert das im Rahmen eines Piloten. „Wir konzentrieren uns im ersten Schritt auf 650 Ersatzteilpositionen“, erklärt Ralf Barnowski, Head of Maintenance bei Infineon Technologies Bipolar. „Anhand dieser werden wir die Vorgaben für die Datenbasis fixieren.“ Ausgestattet mit Barcodes sollen die Ersatzteile dann einfach erfasst und über einen digitalisierten Bestellprozess nachgeordert werden können, um – so Barnowski – „zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ zu sein. Dafür soll PIEL zukünftig sorgen. Die Weichen dafür werden zurzeit in enger Abstimmung zwischen den Unternehmen PIEL und Infineon gestellt. „Wir entwickeln gerade quasi eine Blaupause, die zukünftig auch bei anderen Kunden Anwendung finden und in unserer Branche als Praxisbeispiel dienen kann“, so Mario Ernst. „Ich sehe uns da auf einem guten Weg.“

Schrittweise zum Erfolg

Möglich gemacht hat das auch die Arbeit von „Digital in NRW“: „Uns ist es wichtig, kleinen und mittelständischen Unternehmen die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen und konkrete Unterstützung anzubieten“, erklärt Dr.-Ing. Matthias Parlings, Leiter des Kompetenzzentrums. In dem Transferprojekt mit PIEL und Infineon Technologies Bipolar ist das ein weiteres Mal erfolgreich gelungen. „Die kontinuierliche Begleitung durch die Projektleitung des Fraunhofer IML hat dabei geholfen das Projekt neben dem laufenden  Tagesgeschäft erfolgreich umzusetzen“, betont Ralf Barnowski. Und Mario Ernst ergänzt: „Es ist wichtig zu realisieren, dass man einfach anfangen muss und auch in kleinen Schritten zur Umsetzung kommt.“

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