Digitale Auftragssteuerung schafft mehr Transparenz und Effizienz

Transferprojekt mit der Himpe AG erfolgreich abgeschlossen

Dass die Digitalisierung eines Unternehmens auch in kleinen Schritten erfolgreich umgesetzt werden kann, weiß die Himpe AG aus eigener Erfahrung: Gemeinsam mit Digital in NRW digitalisierte das Kamener Familienunternehmen im Rahmen eines Best Practice die Auftragsabwicklung in der Lohnfertigung. Mit einem Transferprojekt knüpfte der Spezialist für individuelle Lösungen in der Messgeräte- und Prüftechnik im September 2017 an eine bereits bestehende Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum an. Die Entwicklungen für das „Assistenzsystem zur Erhöhung der Werkerautonomie in der Produktionssteuerung“ konnten erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Fokus des Projekts standen die Entscheidungsunterstützung und die Generierung von Vorschlägen für eine sinnvolle Auftragsreihenfolge. Ziel war es, die Gesamtauslastung der Produktion zu optimieren und Engpässe zu vermeiden. „Zuvor erfolgte die Planung und Steuerung der Produktion manuell und war vom Erfahrungsschatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängig“, erklärt Projektleiterin Nazanin Budeus von Digital in NRW. Häufig musste der Auftrag aufgrund fehlender Transparenz rein intuitiv gesteuert werden: Von der Arbeitsplatzebene aus konnte nicht auf den jeweiligen Status und grundlegende Angaben wie Produktionsfortschritte, Termine, Kapazitäten und Engpässe zugegriffen werden.

Im Rahmen des Transferprojekts wurde daher ein Logistisches Assistenzsystem (LAS) entwickelt, das eine transparente und effiziente Auftragssteuerung mit folgenden Schritten ermöglicht:

  • Kundenaufträge werden vom ERP-System des Unternehmens an das Logistische Assistenzsystem übermittelt
  • In der Produktion sieht der Meister alle Aufträge auf seinem PC, den Anlagen zuordnen und für die Mitarbeiter in der Fertigung freigeben
  • In der Fertigung wählen die Mitarbeiter aus den freigegebenen Aufträgen aus und melden Bearbeitungsstart, -ende sowie besondere Vorfälle wie Störungen und Störzeiten zurück
  • Die Daten werden gesammelt und ermöglichen die genaue Bestimmung von Soll-Bearbeitungszeiten, was auch für die Kalkulation von Nutzen ist
  • Auch der Vertrieb hat einen Überblick über den jeweiligen Auftragsstatus und ist dem Kunden gegenüber so jederzeit auskunftsfähig. Eine aufwändige und fehleranfällige Kommunikation „auf Zuruf“ zwischen Vertrieb und Fertigung entfällt.

„Mit dem LAS erhalten die Mitar­beiterinnen und Mitarbeiter eine bessere Übersicht über den Auftrags­status und sind gleich­zeitig dazu in der Lage, eigene Entschei­dungen in die Auftrags­rei­hen­folge einfließen zu lassen“, bringt Nazanin Budeus einen der vielen Vorteile der neuen Auftragssteuerung auf den Punkt, die in Zukunft auch in anderen Bereichen von Nutzen sein könnten: Für eine trans­pa­ren­tere Kommu­ni­ka­tion mit Kunden denkt die Himpe AG aktuell darüber nach, die Infor­ma­tionen über den Auftrags­status auch in das Kunden­portal einzu­binden.

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