„Die Zusammenarbeit mit Digital in NRW hat uns geholfen, Know-how aufzubauen.“

Pascal Pöhler, Assistent der Geschäfts­füh­rung der Josef Schulte GmbH, im Interview

 

Wie gelingt es uns, Kundengespräche flexibler zu gestalten und Informationen für Außendienstler ortsunabhängig zugänglich zu machen? Diese Frage stand am Anfang des Transferprojekts „Digitale Schnittstelle für die Auftragsabwicklung“ von Digital in NRW und der Josef Schulte GmbH. Die Antwort: eine Kundenintegration via App. Im Interview spricht Pascal Pöhler, Assistent der Geschäftsführung bei der Josef Schulte GmbH, über das Projekt, die Zusammenarbeit mit Digital in NRW und den Stellenwert der Digitalisierung im Unternehmen.

    1. Warum haben Sie das Thema Kundenintegration per App in den Fokus genommen?

      Die Idee ist bei der gemeinsamen Potenzialanalyse mit Digital in NRW entstanden. Kundenintegration per App ist für uns ein sehr spannendes Thema. Die digitale Schnittstelle zum Unternehmen hat für unsere Mitarbeitenden einen direkten Nutzwert. Sie bekommen automatisiert all die Themen zusammengestellt, die für das anstehende Gespräch relevant sind. Was waren mögliche letzte Reklamationen? Gab es Umsatzveränderungen? Gibt es neue Aufträge? Aus allen vorliegenden Daten und Infos kann eine aktuelle Agenda erstellt werden. Das hat direkte Mehrwerte für den Kunden, weil wir flexibel reagieren können und immer aussagefähig sind. Das macht sich positiv bemerkbar.

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    3. Welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung in Ihrem Unternehmen?

      Digitalisierung ist uns wichtig. Die Zusammenarbeit mit Digital in NRW hat die Sensibilität für das Thema noch gefördert und auch weitere Projekte angestoßen. Aktuell sind wir Teil des Projekts ARISE, das sich mit Künstlicher Intelligenz in der Produktionsplanung und -steuerung beschäftigt. Anhand konkreter Anwendungsfälle sollen in unserer Produktion KI-Methoden systematisch eingeführt und umgesetzt werden. Vor der Zusammenarbeit mit Digital in NRW hätten wir ein solches Projekt niemals umgesetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so schnell in Richtung Künstliche Intelligenz gehen. Aber durch das Transferprojekt ist die Hemmschwelle niedriger geworden und wir haben auch gelernt, wie wir an solche Projekte herangehen müssen. Die gemeinsame Arbeit mit dem Kompetenzzentrum hat uns geholfen, Know-how aufzubauen. Es war ein wichtiger Schritt zur Selbstbefähigung.

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    5. Wie haben Sie die Mitarbeitenden auf diesen Digitalisierungsprozess vorbereitet?

      Uns ist es sehr wichtig, unsere Mitarbeitenden miteinzubeziehen, damit wir Maßnahmen nicht an der Realität vorbei entwickeln. Unser Ziel ist es, sie zu sensibilisieren und allen aufzuzeigen, dass die Digitalisierung Arbeit verändert, aber die Menschen nicht ersetzt. Stattdessen schafft sie neue Möglichkeiten, die Mitarbeitenden auch da einzusetzen, wo sie gestalten können. Eine Akzeptanz für das Thema zu schaffen und Mehrwerte aufzuzeigen, haben wir geschafft, weil wir die Menschen sehr früh „abgeholt“ haben.

      Natürlich hatten wir auch schon vor dem Projekt mit Digital in NRW Mitarbeitende, die der Meinung waren, Digitalisierung ist wichtig. Andere hatten – überspitzt gesagt - noch die Überzeugung, ein Faxgerät tut es auch. Seitdem wir das Thema Digitalisierung aber mit dem Projekt breiter aufgestellt und in viele Abteilungen getragen haben, hat sich viel getan. Auch die Workshops von Digital in NRW haben dabei sehr geholfen und wichtiges Fachwissen vermittelt.

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    7. Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit Digital in NRW empfunden?

      Als sehr unkompliziert. Die Kommunikation war sehr schnell und angenehm. Es gab keine komplizierten Förderanträge, aber sehr viel Unterstützung. Was uns besonders wichtig war: Die Expert:innen von Digital in NRW arbeiten sehr praxisnah, sie wissen worauf es ankommt. Und das hat uns sehr geholfen.

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