Datenmarktplatz.NRW - Partner gesucht

Trans­pa­renter IoT-Datenraum soll souverän und integer die richtigen Daten zur richtigen Zeit bereitstellen

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Das Internet of Things (IoT), oder Internet der Dinge, verbindet als globale Infrastruktur die reale mit der virtuellen Welt. Es ermöglicht die Vernetzung und Zusammenarbeit von physischen und digitalen Gegenständen, beispielsweise in Smart Home Anwendungen. Vernetzte Industrieanlagen werden unter dem Begriff Industrial Internet of Things (IIoT) zusammengefasst. Informationen aus den Daten und Modellen des IIoT gelten als wichtigster Treiber des digitalen Fortschritts: Vernetze Produktionsdaten ermöglichen nach Verarbeitung mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) unter anderem die Abbildung von Zusammenhängen über Maschinenzustände, Qualitäten und Umgebungsparameter.

Für viele Unternehmen ist die Verfügbarkeit von industriellen und qualitativ hochwertigen Daten aus dem Internet of Things deshalb nicht nur eine essenzielle Voraussetzung für die digitale Wirtschaft, sondern auch ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber der internationalen Konkurrenz. Bislang sind jedoch nur 16 Prozent der industriellen Unternehmen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausreichend digitalisiert und vernetzt, also mit mindestens zwei zusammenarbeitenden Unternehmen verbunden. Hinzu kommt, dass bei den ausreichend vernetzten Unternehmen die Datenanalysten bis zu 80 Prozent ihrer Zeit für die Aufbereitung und Qualitätssicherung der Daten aufbringen müssen.

Um Kooperationen zu vereinfachen und die Datennutzbarkeit effektiv zu steigern, wurde von Expertinnen und Experten des Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, des Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT sowie von der senseering GmbH der DatenMarktplatz.NRW konzipiert. Als dezentraler IoT-Datenraum soll er jedem Industrieunternehmen die richtigen Daten zur richtigen Zeit bereitstellen.

Vision des Datenmarktplatzes der Zukunft

Dadurch müssen Unternehmen weniger Zeit in die eigene Digitalisierung sowie weniger Geld in die Anschaffung teurer Messtechnik und Infrastruktur investieren, ohne die Souveränität und Hoheit über die eigenen Daten zu verlieren. Zugleich haben unternehmensinterne Datenanalysten einen einfacheren Zugang zu besseren Daten. Um Datenintegrität und Datenhoheit zu garantieren, wurde der Daten-Marktplatz.NRW auf Basis einer Blockchain-Variante (unter anderem die Distributed Ledger Technologie der IOTA Foundation Berlin) erstellt, welche die notwendige Infrastruktur für einen unternehmens-übergreifenden, transparenten und nachvollziehbaren Datenhandel schafft. Der freie Handel von Daten zwischen Datenproduzenten, Data Scientists und Datenkonsumenten ist dadurch gewährleistet.

Interessierte Unternehmen können Teil des ersten IoT-Datenraums in Nordrhein-Westfalen werden und sich formlos über die Website bewerben. Im Pilotprojekt DatenMarktplatz.NRW wollen die Experten gemeinsam mit Industrieunternehmen einen Beitrag für eine digitale Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen leisten und die kritische Akzeptanzmenge stemmen. Dazu werden industrielle IoT-Datenproduzenten aus den Branchen Produktion, Energie, Logistik, Mobilität, Agrarwirtschaft, Chemie, Smart Cities, Gesundheitswesen und Sonstige gesucht.

Bewerbungen für die Teilnahme am Pilotprojekt DatenMarktplatz.NRW sind bis Ende Februar 2021 via www.datenmarktplatz.nrw möglich.

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