Digitale Transformation beim Kunstdarmexperten

Projekt mit der Franz-Gerd Streiter KG

Das Unternehmen - Kunstdarmexperte

Die Franz-Gerd Streiter KG ist ein familiengeführter, mittelständischer Zuliefererbetrieb, der mit seinen in Deutschland hergestellten, Hüllen und Folien seit über 50 Jahren die Produktionen von nationalen und internationalen Herstellern von Fleisch- und Wurstwaren unterstützt. Zum Kerngeschäft der Kunstdarmexperten gehören die Erarbeitung von Verbesserungsmöglichkeiten im täglichen Einsatz der Materialien sowie die Konfektionierung von Kunstdärmen aller Art. Die ständigen Kontrollen auf Qualität und Sicherheit sämtlicher Artikel, die das Unternehmen produziert und bereithält, ist eine der Grundphilosophien des Unternehmens.

Der Weg mit Digital in NRW – Digitalisierung Schritt für Schritt

Über die Wirtschaftsförderung Essen kam das mittelständische Unternehmen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Dortmund in Kontakt. Auf ein erstes Informationsgespräch folgte ein Unternehmensbesuch, bei dem die Experten des Kompetenzzentrums das Unternehmen und die Prozesse kennenlernten und erste Potenziale im Rahmen der Digitalisierung aufzeigten. Nächste Schritte waren die Potenzialanalyse und ein gemeinsamer Gestaltungsworkshop bevor ein Antrag für ein Transferprojekt gestellt wurde. Im Laufe der unterschiedlichen Services kristallisierte sich für das Unternehmen und die Mitarbeiter vom Fraunhofer IML immer mehr heraus, wo das größte Potenzial steckt.

Die Ausgangssituation – branchenspezifisch, aber übertragbar

Durch strenge Lebensmittelverordnungen und Zertifizierungsanforderungen im Bereich der Qualitätssicherung besteht bei der Franz-Gerd Streiter KG ein enormer Dokumentationsaufwand. Dies beginnt bei manuellen Übertragungen von bis zu 40-stelligen Identifikationsnummern im Wareneingang und setzt sich fort bei der durchgehenden Prozessdokumentation im Produktionsprozess. Manuelle Datenübertragungsprozesse und papiergestützte Abläufe bergen Fehlerpotenziale. Herausforderungen, die zunächst sehr branchenspezifisch klingen, aber durchaus übertragbar sind auf viele andere Branchen des deutschen Mittelstandes.

Das Projekt

Ziel des Transferprojektes mit Digital in NRW war die Implementierung einer digitalen Warenkennzeichnung mit einem eigenen, internen Nummernkreis. Darüber hinaus werden die Produktionsprozesse durch einen digitalen Laufzettel unterstützt. Scanner und Tablets vereinfachen die Prozesse für Mitarbeiter und Management. Die Ware lässt jederzeit rückverfolgen und automatisierte Rückmeldungen an das Qualitätsmanagementsystem unterstützen die Qualitätskontrollen ganz nach der Grundphilosophie des Unternehmens. 

Aktueller Stand

Das Projekt wurde im September 2017 begonnen und befindet sich aktuell in der Ist-Prozess-Aufnahme in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer IML und der Franz-Gerd Streiter KG.

Das Projektteam