Digitalisierung von Auftragsdaten

Potentialanalyse bei der HJS GmbH & Co. KG - Identifikation von Verbesserungspotentialen in der Fertigung

Die Fertigung des Metallverarbeiters HJS GmbH & Co. KG ist durch individuelle Aufträge und Kleinstserien geprägt. Die Digitalisierung der Fertigung stellt für den Hersteller und Dienstleister im Bereich Fräs- und Drahterodiertechnik daher eine besondere Herausforderung dar. HJS erhielt dabei Unterstützung durch die Experten von „Digital in NRW – Das Kompetenzzentrum für den Mittelstand“ am Standort Paderborn.

Hinter der HJS GmbH & Co.KG liegt der klassischen Weg vom Start in der familieneigenen Garage hin zum erfolgreichen professionellen Unternehmen mit etabliertem Kundenstamm. Mit Umzug in den modernen Firmensitz vor die Tore von Salzkotten im Jahre 2012 kann das Unternehmen mit den neuen Räumlichkeiten auch den steigenden Kapazitätsanforderungen seines stetig wachsenden Kundenstamms gerecht werden. Die Geschäftsleitung möchte sich aber nicht auf dem aktuellen Erfolg des Unternehmens ausruhen. „Uns ist klar: Wir müssen vorausschauend denken und dürfen uns nicht auf aktuellen Erfolgen ausruhen. Bereits jetzt denken wir über künftige Herausforderungen und Verbesserungen nach. Nicht erst, wenn es schmerzt.“, so Geschäftsführer Dominik Schulte. So sollen geeignete Maßnahmen im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung den Erfolg festigen und vorantreiben. Bereits im Vorfeld durchgeführte Projekte und gemeinsame Vorhaben zwischen HJS und dem „Digital-in-NRW-Partner“ Fraunhofer IEM haben dabei den kurzen Weg hin zu den kostenfreien Services des Kompetenzzentrums ermöglicht.

Angebote Digital in NRW

Die Zusammenarbeit zwischen HJS und Digital in NRW startete zunächst mit einem Unternehmensbesuch, einem der 27 Servicebausteine des Kompetenzzentrums. Ein Team des Fraunhofer IEM machte sich vor Ort ein Bild von der Fertigung, informierte sich über die Ziele des Unternehmens und identifizierte erste Handlungsfelder im Bereich Digitalisierung und Vernetzung. Während des Besuchs wurde schnell deutlich, dass sich eine detailliertere Potentialanalyse im Bereich Industrie 4.0 als sinnvoller nächster Schritt anbot. Die identifizierten Potentiale wie eine Abteilungsübergreifende Kapazitätsplanung und eine rückwirkende Auslastungsbewertung der Fertigung prüfte das Projektteam im direkten Anschluss in einem Gestaltungsworkshop. Ziel waren konkrete Konzepte für die Umsetzung. Nach einer umfangreichen Analyse des Fertigungsprozesses war klar: HJS sollte an der Datendurchgängigkeit seiner Prozesse, vom Auftrag, in die Fertigung und zum Kunden, arbeiten. Besonders für die Papier-Laufkarten, die die Arbeit in der Fertigung aktuell bestimmen, sollte das Unternehmen digitale Alternativen finden. Darauf aufbauend würde eine durchgehende Kapazitätsplanung in der Fertigung großen Nutzen schaffen. Lösungen für die Digitalisierung von Auftragsdaten wie z.B. der Einsatz von Tablets oder Terminals in der Fertigung wurden, wie in den weiteren Erfolgsgeschichten von Digital in NRW zu lesen ist, im Kompetenzzentrum bereits erprobt und in kleinen und mittleren Unternehmen eingesetzt.

Chancen Industrie 4.0

Gemeinsam mit Digital in NRW identifizierte HJS die Ist-Situation in seinem Fertigungsprozess. Das Unternehmen erkannte Verbesserungspotenziale für die abteilungsübergreifende Kapazitätsplanung und Informationsbereitstellung. Die Umsetzung dieser Potenziale ermöglichen HJS die eigenständige Einführung von Industrie 4.0-Lösungen.

Das frühzeitige Einführen von Industrie 4.0-Lösungen, die im Rahmen der Services des Kompetenzzentrums identifiziert wurden, dient auch als Vorbild für andere kleine Unternehmen in der Region.